Jede Deiner Berührungen
ist wie ein Blatt eines Baumes
dessen grün mich,
vom Wind bewegt,
streift.
So unmittelbar, fast beliebig
wie sich kühl warm
ein Ausdruck Deines Seins
an einen Meines schmiegt.
Kategorie:
Würden wir uns Verstehen
Wenn ich zu spät kam, warst du gekränkt,
wenn ich dich warten ließt, warst du gekränkt,
wenn ich keine Zeit für dich hatte, warst du gekränkt,
wenn ich einen anderen sehen wollte, warst du gekränkt,
wenn du gekränkt warst, stritten wir uns.
Gefühle – ein Gedankenstrang
Wenn ich dich frage, in was für einer Situation du dich gerade befindest, könntest du antworten. Deine Antwort wäre deine Interpretation dessen, was du um dich herum wahrnimmst. Du könntest diese Antwort jederzeit geben – mehr oder weniger. Du hast also in jedem Moment eine Interpretation der Situation. Du sammelst quasi die ganze Zeit Datenpunkte (Sinneswahrnehmungen) und wertest sie aus, versuchst sie zu verstehen, zu einem Bild zusammenzufügen. Das läuft natürlich die meiste Zeit unbewusst ab. Sonst wärest du ja ständig damit beschäftigt und könntest sonst über nichts nachdenken.
„Gefühle – ein Gedankenstrang“ weiterlesenEine besondere Winternacht
Und durch den Nebel thront
beinahe wie gewohnt
der treue Freund, der Mond.
Es dichtet der Nebel
verschleiert die Sicht
Es drückt in die Stadt
vereinsamt das Licht.
So schlendert durch Zeit
wie durch eigne Ewigkeit
ein Geist so klar wie die Straßen der Stadt
und hat es satt; wird matt.
In der Stille der erdnen Wolken
begreift die Brust
was rasend war gewesen
und in Ruhe ferner Himmel kann genesen.
Entledigt jeder Lust
ist Leere Lehrer
und nichts leichter und nichts schwerer
als Gedanken sein
ohne Wort
Wahrnehmung sein
ohne Identität
Frieden
No 5.
wie fühlt sich das an
wenn man
meint
aufzugeben
Eye

Eye
The all seeing, inverted, eye,
Is neutered in its gaze,
For only, now, it sees inside
This psychologic haze,
As writhing thoughts and lit anew
Bright shining ones pass by,
The seeing eye in thoughtfulness
Is lost to endless‘ wide.
am telefon
eine andere stille
als die meine
klingt aus dem hörer
läd sich laut in diesen raum ein
in dem ich leise liege.
Von Namen und Samen
Wir haben so viele Namen zu tragen,
haben den Drang einen Samen zu begraben,
in der Hoffnung, dass er aufgeht,
dass kein Wind ihn verweht,
dass er im Moment zu sprießen beginnt
und jeglicher Bezeichnung entrinnt.
Namen können zu Narben werden,
Samen können Freiheit bergen.
Halluzinationserlaubnis
Eine Begegnung via Kamera wundert sich selbst über eine fundierte Kapitalismuskritik. Vorab ist jede Idee eine Halluzination. In dieser Hinsicht durften Elemente dieses Mal im selben Raum mit meiner Stimme die Fehler vergessen. Ein Zeitkorridor war theoretisch flatterhaft!
Nicht unbefleckt
Lichtflecken bescheinen ein Papier
das nicht weiß
und jetzt nicht unbefleckt
vor mir liegt.
Das Licht ermöglicht mir zu sehen,
was ich schreibe.