Gelassenheit
ist nicht: Ewige Ruhe
ist: Zeuge sein im Strom der Einflüsse
Das Ruder stellen
Hin zur Ruhe
und dann:
lauschen All den Stimmen,
die in Mir
nicht Ich sind
umarmen, was schreit
vereinen, was entzweit
Frieden als Haltung
Offener Kunst Raum
Gelassenheit
ist nicht: Ewige Ruhe
ist: Zeuge sein im Strom der Einflüsse
Das Ruder stellen
Hin zur Ruhe
und dann:
lauschen All den Stimmen,
die in Mir
nicht Ich sind
umarmen, was schreit
vereinen, was entzweit
Frieden als Haltung
was ruffle ich so herum?
Ich weiß doch auch nicht. Zeig’ tief traurig, nirgendwo hin.
Greifen kann ich, fühlen nicht. Spüre nicht, wie nah ihr seid.
Zur ganzen Tageszeit betreib’ ich Denkarbeit, zum Zeitvertreib.
Ein Herbstwald formt bald auch deine Gedankengestalt.
Gib mir ein Wort und ich reim’ d’rauf los, beiß verboßt in mein salz’ges Toast.
Der Kerzenschein
Scheint mich zu bescheinen
Doch der Schein trügt
Er scheint
insgeheim
nur für sich allein
nur um zu sein
Und doch
bringt mich sein Glanz
in ein Licht
Seine Existenz trügt nicht
Wir koexistieren
und Profitieren
die Kerze und ich
Sind einfach da
jede für sich
Scheinend
und bescheint
Mut ist ein schönes Wort. Ein wichtiges. Mut heißt du hast dich mit dir und deinem Bedürfnis auseinander gesetzt. Das ist gut wie schön. Mut bist du. In einer sehr strahlenden ehrlichen Form. Bei Mut gehts um dich und nicht um andere. Ja!, bei Mut musst du nur dir vertrauen und dich mit deiner Entscheidung lieben. Jeden Mut gillt es also nicht zu bereuen…
Es sind Zeiten der Angst.
Nicht, weil da mehr Angst ist,
sondern, weil sie einen Namen trägt
der sie unsichtbar macht.
Nicht, weil sie mehr Menschen berührt
sondern, weil sie an den Ästen sägt
die wir nicht sehen
während wir sie Halt suchend umklammern.
Heimgekehrt aus einer Nostalgie Reise in das Leben hinein
– in Schwächen:
Im Reich der Freunde Ehrgeiz!
Im Reich der Liebe Angst!
Mensch-beherrscht ist meine Brust,
die wild als pocht, dann schmerzt und Ruh‘-befreit nun fällt
in die ewig sanften Arme
der Leere
müde
bin ich
kirbis trink ich
bis ich
münde
ins meer
Welt, wann bist du so klein geworden?
Wie ich aufwache, so gehe ich schlafen
Mit einem Herzen voll Treibsand.
Der mich wegschwemmt in schwammiges
Unwissen über heute, jetzt und morgen.
Früher, dich und mich.
Du, Kerl, der du auf der Straße auf- und abmaschierst.
Kenne ich dich?
Wo sind wir uns begegnet?
Welchen Freund von mir hast du verführt?
In wessen Bett hast du geschlafen?
Mit welchem Bruder hast du Wein, mit welcher Schwester Bier gesoffen?
Wann hast du der Freundin meiner Oma über die Straße geholfen?
Wen hast du beschimpft? bespuckt? geküsst?
Wem das Herz gebrochen?
Lieb mich, heute Nacht.
Alles, was ich will, als Pfand, ist deine Geschichte.
In Flüsterstückchen oder geschmeidig fließend
Aus deinem Mund
In meinen Schoß geworfen.
Ich sitze in Ruhe
und formuliere Fragezeichen
aus meinem Kopf
in Wörter
damit sie den Raum
dazwischen
überwinden.
Suche nach Momenten,
jedes Mal, wenn sich unsere Wege trennten.
Suche dich zu erreichen,
doch kann ich nicht von meinen Weichen weichen.
Habe Angst vor dem Entgleisen.
Will mich dir nicht beweisen
müssen,
will dich einfach küssen.