Heute arbeiten wir an der Oberfläche, schlägt Mika vor und Lou stimmt zu. „Die Oberfläche von was?“ fragt Charlie und Mika zeigt auf die Müslischale. Es gibt Müslischalen im Hotel und in der Kantine, in der Kassenhalle und zu Hause. Lou holt den Hafersaft und gießt ihn großzügig auf die Fußmatte. Mika applaudiert, Charlie wackelt mit den Ohren. Parallel zueinander stehen sie im Raum. Ein bisschen verschlungen, mal weiter weg, aber eigentlich ganz nah beieinander. Die Müslischalen haben sie um sich herum verteilt, es ist ein Spiel: manchmal darf man reintreten, manchmal muss man drüber springen und wenns geht, auch mal auf einen Baum klettern. Dass dann aber bitte draußen machen.
„Frühstück“ weiterlesenViele Seelen
Es lebt in mir
die Einheimische,
die seit Urzeiten auf diesem Erdenkörper wandelt,
die dieser Erdenkörper ist.
Die alle Körper, auch ihren, mit Würde behandelt,
die ihre Wurzeln nicht vergisst.
11 Stunden

Ich schäme mich.
Zwei Nächte
Polizeiserie
bis ich zu müde
bin und weine.
Slippery Slope

Dieses Loch aus verstecken es zieht mich so. Ich fühle mich taub und das war ja auch das Ziel, oder? So muss ich nicht fühlen, was so schmerzhaft wär.
„Slippery Slope“ weiterlesenGenuss der Sterblichkeit
Du bist Liebe
Du bist Leben
Du bist von Licht umgeben
Du bist Wurzel
Du bist Blüte
Du bist voller Leben
Some simple wisdom IV / im Bauch
Vielleicht aß er dich als Hagebutte
(Die Frucht vergangener Liebe)
Und deine kleinen Haken
(Mich jucken sie in der Haut)
helfen dem Darm hoch in der Luft
Dich zu verdauen.
Mit neuen Augen sehen
Manchmal überkommt es mich,
das Drama.
Schreit, will meine
Aufmerksamkeit,
zieht mich hinaus aus meinem
Körper,
schüttelt meinen Rücken,
trübt meinen Blick.
Roses Revolution
Imagine me, being twenty-one, witnessing the first time the majesty of birth
She was a godess, deeply connected with her sexuality
I – was not needed.
Baby came out, just with her and papa
she laid down, surrounded by us three servants.
her vulva was red, bloody, swollen
Showing the deepnes that she reaches.
Würde
Ein erster Versuch über Würde zu schreiben.
Ich weiß um die Ohnmacht der Würdelosigkeit
Der Plumpheit, wenn die Beine nicht meine sind
auf denen ich steh.
Wenn sich die Wut anstaut, doch meinen Mund nicht verlässt
Und Feuer spuckt. Ich verbrenne, und die Gesellschaft ascht mich in einen Metallbecher.
Ablenkungsmaschine

Leben auf Bildschirm reduziert.
Hab gestern noch lange Kunst digitalisiert. Mich davor versteckt, den Tag zu beenden. Mir ist der Füller aus der Hand gefallen und hat überall hin gespritzt.
YouTube ist so tief verankert in mir. Mein Sein kann so schnell dort enden. tat es heut ganz kurz. Und ich habe einen Film mit meiner Mama geschaut. Das war schön und verbindend und nicht versteckend – rechtfertige ich mich damit?
Kleine Moment nicht vor Bildschirmen verpassen, ja! ok!