Ich bin weg,
weit, weit weg.
Ich sehe Dich dort unten stehen:
Du hast Deine Arme um mich gelegt
und küsst mich.
Kategorie: Gedicht
Greifbare Leere
9. Dezember
Wie lange
bleib ich noch hier?
Wo will ich sein,
was will ich tun,
wann werde ich aufhören, mir große Fragen zu stellen
und kleine Antworten finden?
Heimkehr
Am Anfang war das Wort,
gesalzen, bitter-rein;
ich lehnte ab, zog aus,
mir selber nachzufolgen.
Der Geist ist willig,
das Fleisch ist schwach—
die Welt ich auszog zu besiegen,
sie lachte doch,
zuletzt am Ende.
Gebote
Ich biete dir einen Kompromiss.
Du gebietest mir, mich deinem Willen zu beugen.
Ich biete dir ein Gespräch.
Du gebietest mir, den Mund zu halten.
Ich biete dir Auseinandersetzung.
Du gebietest mir Unterwerfung.
Ich gebiete dir Einhalt!
Trost in der Nacht
Mir ist kalt.
Nicht nur
Und vor allem
Innerlich.
Ich fühle Trauer
Und denke Einsamkeit.
Ich sehne mich
Nach einer Umarmung,
Nach Halt und nach Wärme.
Nach Trost in der Nacht.
Kaffee
Ich kann auf zwei Dinge vertrauen
den bodenlosen Antrieb, Motivation
und Bauchschmerzen, die dann sagen: Regeneration.
Kaffee:
neuerdings tut mein Bauch davon weh
Und es macht Sinn
Ein Sinnbild der Ausbeutung liegt darin
kolonialistisch
und vom Nervensystem.
Anspruchs-Abstinenz
„Wir müssen draußen bleiben“
Sagte das Muss.
Anspruchs-Abstinenz:
Du musst gar nichts
Wer dir Druck macht
Ist ein Arschloch.
Pond of Pain
Ein Teich aus Schmerz
Mit Sumpf drumrum
Mein Leben versinkt
Im Zentrum meines Körpers.
Und Blut pumpt, es zirkuliert wie wild
Es fühlt sich an wie eine Spirale
in jeder Vene
Während ich im Mittelpunkt,
im Auge des Sturms stehe
mit jeder Wehe nässer,
pitschnass
und rot.
you hurt
I want to claw and kick and scream and push
you far away because
you hurt
Sister Moon
In traurigen Kreisen
drehe ich Spuren über den schwarzen Boden.
Mein Innerstes windet sich hinaus,
in jeden Zeh, in jeden Finger,
in meine fliegenden Haare.
Baby,
Du und Schwester Mond lasst mein Herz singen,
meine Eingeweide schreien,
lasst mich sanft die Wolken streicheln,
sie zur Seite ziehen.
Auf nackten Füßen renne ich,
sterbe, tanze meinen Tod
und meine Wiedergeburt.
Meine Tränen, Perlen, die schimmern,
klirrend über den Tanzboden wirbeln,
in dem ich schwimme.