Ich weiß nicht, was es ist.

19.12.21 Schreibtisch am Fenster kurz vor Mitternacht, wortwolle

Es ist wie, wenn zehntausend Ameisen
auf mir kribbelnd eine Mauer bauen.
Ich will mich instinktiv abschirmen.
Erstarre und schrumpfe
in eine Angst, die ich nicht einmal kenne.

Mit jedem Atemzug
spüre ich meinen Körper mehr
und wie aktiviert er ist.
Er hat wohl Angst,
er könnte etwas verlieren,
aber ich möchte loslassen.

Sprache verletzt

Mit meiner Sprache verletze ich
Vielleicht gerade nicht dich
Aber ganz verschiedene Leute
Deren Stimmen gestern und heute
Nur schwer zu hören sind
weggetragen vom Wind
Der Unterdrücker*innen
Und wir sind mitten drinnen

spontanes Gedicht, weil ich immer wieder feststelle, wie diskriminierend und unreflektiert meine Sprache ist… Vielleicht auch als ein kleiner Stupser an eure und an meine Schulter mit der Aufforderung immer wieder zuzuhören und an uns zu arbeiten 🙂