UMHÜLLT, das fünfundzwanzigste Buch von Dayss ist voll. Auf der Rückseite hat es einen weiteren Namen geschenkt bekommen, Gestärkt.

Ich mag dir die einzelnen Seiten dieses Buches zeigen:
„Gestärkt“ weiterlesenOffener Kunst Raum
UMHÜLLT, das fünfundzwanzigste Buch von Dayss ist voll. Auf der Rückseite hat es einen weiteren Namen geschenkt bekommen, Gestärkt.

Ich mag dir die einzelnen Seiten dieses Buches zeigen:
„Gestärkt“ weiterlesen19.12.21 Schreibtisch am Fenster kurz vor Mitternacht, wortwolle
Es ist wie, wenn zehntausend Ameisen
auf mir kribbelnd eine Mauer bauen.
Ich will mich instinktiv abschirmen.
Erstarre und schrumpfe
in eine Angst, die ich nicht einmal kenne.
Mit jedem Atemzug
spüre ich meinen Körper mehr
und wie aktiviert er ist.
Er hat wohl Angst,
er könnte etwas verlieren,
aber ich möchte loslassen.
there was so much pain
so many strong sensation
of waves and expansions
the natural reaction
would be contractions
Zum Winter
Es schneit
Liebe und Frieden
Fallen leis‘
Auf unsere Welt
Kühlen die Erhitzten
Beruhigen die Verängstigten
Stärken die Mutigen
Schau ins Gestöber
Wir sind viele
Ich hab es mir so verdient
Ich hab es mir so verdient
Ich hab es mir so verdient
glücklich zu sein
Mit meiner Sprache verletze ich
Vielleicht gerade nicht dich
Aber ganz verschiedene Leute
Deren Stimmen gestern und heute
Nur schwer zu hören sind
weggetragen vom Wind
Der Unterdrücker*innen
Und wir sind mitten drinnen
spontanes Gedicht, weil ich immer wieder feststelle, wie diskriminierend und unreflektiert meine Sprache ist… Vielleicht auch als ein kleiner Stupser an eure und an meine Schulter mit der Aufforderung immer wieder zuzuhören und an uns zu arbeiten 🙂
Sie fühlte etwas. Ja, da regte sich was. Eine Anspannung. Ihre Vagina zog sich zusammen. Ihre Blase drückte. Durch ihren rechten Unterarm zog sich ein Kribbeln. Als würde jemand ihre Nervenbahnen fester ziehen, wie Gitarrensaiten.
„Was tust du?“, griff seine Stimme in ihre Welt ein. Sie verursachte ihr Schmerzen. Einen Krampf, in Zwechfellnähe. Ihr Ohr versuchte sich zusammenzuziehen. Als Kind hätte sie jetzt weinen wollen.
„Murmeln“ weiterlesenEs ist, als hielt er mich gefangen
Würd immer wieder nach mir schreien
Fliehst du mir, Freundin Flammenseele,
Blick ich in tiefe, tiefste Glut.
Rollt jener Stein mir in die Kehle,
Der noch vorm Grabeseingang ruht.
Dort zieht´s mich rein in solchen Stunden.
Und Tiefenvolk bestäubt mein Herz.
Verreibt mir Dreck in Wollens-Wunden.
So spür ich, wie ich schneller sterb.