bereit
alles da
lang lang nichts
ich atme fraglos weiter
weltenraum
Authentizitätsdruck.
ich setz‘ mich unter Druck
authentisch zu sein
möglichst ganz authentisch
Möglichst! Ganz! Authentisch! Bin! Ich!
Voll! Authentisch!
Findest du nicht?
Siehst du nicht?
Wie authentisch ich bin?
Hallo, schau‘ doch hier hin!
Authentizitätsdruck
der Druck, möglichst „echt“ zu sein
So schwer auszuhalten wie
auszusprechen
dieses Wort
Tage und Nächte und dazwischen
Tage und Tage und Tage
und Nächte und Nächte und Nächte.
Und dazwischen?
Und davor?
Und dahinter?
It´s wider
I´ve experienced the pain of analphabets
I´ve experienced the pain of school
as different as two things can be
but both got this burning sense in my chest.
Mit neuen Augen sehen
In mir ein Feuerwerk
auf eisig kalter Straße
bricht ein klarer Morgen an
bekennt sich zart erwachend
Du kämpfst
kämpfst dich durch zu mir,
auf die Lichtung im Wald mit dem Baumstumpf.
Kletten im Haar, die Haut voller Kratzer,
die Kleider zerschlissen und blutig.
Du hast wieder gekämpft.
Hingabe – Dankbarkeit
Ich sah in deine Augen.
Kreise schwammen in Kreisen.
Meine Hand ruhte auf deiner Schulter.
Und auf deiner – und auf deiner.
Existenzfragen – Den Schmerz würdigen
Was ist wert, dass mensch es tut?
Fehlt die Zeit, fehlt bloß der Mut?
Was schaff‘ ich denn schon allein?
Könnte alles besser sein,
wenn nicht diese Frage wär‘?
Kusadasi Spaziergang
Neulich am blassgrauen Strand,
traf ich den Hund ohne Schwanz,
Er fragte, wo ich habe gelassen das Leben,
Die Menschen und ihr unendliches Streben,
nach mehr, nach Neuem, unbefleckten,
ich sah den Schutt, die Rohre,
das Zeugnis halber Existenz,
sagte ihm sie kommen wieder,
wenn die Sonne den Asphalt verbrennt,
Wir lauschten dem Regen,
ein Akzent der Stille,
sind gemeinsam, in Abwesenheit von Leben
Die Welt ist Meine
Ich sag ‚Das ist nicht meine Welt‘
und schau weg
dahin, wo es mir leichter fällt.
Dabei spür ich, dass es nicht stimmt.
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