Weit, weit weg

Ich bin weg,
weit, weit weg.
Ich sehe Dich dort unten stehen:
Du hast Deine Arme um mich gelegt
und küsst mich.

Ich sehe mich in Deinen Armen:
überfordert, passiv, etwas starr.
Ich freue mich über das, was Du da tust,
– und ich habe Angst davor.

Darum bin ich hier.
Und nicht bei Dir.
Und nicht bei mir.

Du küsst mich noch immer
und ich erwidere nicht.
Ich weiß, dass ich das gern möchte.
Dass ich das wirklich gerne möchte.
Und dass ich das nicht kann,
nicht ohne mich.

Darum bin ich hier.
Und nicht bei dir.
Und nicht bei mir.

Ich weiß, wie sehr ich darunter leide.
Doch zu meinem Schutz
und zum meinen
scheint es mir besser so.

Und bis Du aufgibst,
weil Du merkst,
dass ich nicht bei mir bin,
bleibe ich weg,
weit, weit weg.

3 Gedanken zu „Weit, weit weg“

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