Wenn ich das Sprudeln in dir sehe,
die Ekstase in dir spüre,
höre, dass du Gefallen bist,
in Liebe gefallen,
habe ich Angst.
Ich habe Angst.
Ich habe Angst,
um mich,
um andere wie mich,
um dich.
Offener Kunst Raum
Wenn ich das Sprudeln in dir sehe,
die Ekstase in dir spüre,
höre, dass du Gefallen bist,
in Liebe gefallen,
habe ich Angst.
Ich habe Angst.
Ich habe Angst,
um mich,
um andere wie mich,
um dich.
Wenn ich zu spät kam, warst du gekränkt,
wenn ich dich warten ließt, warst du gekränkt,
wenn ich keine Zeit für dich hatte, warst du gekränkt,
wenn ich einen anderen sehen wollte, warst du gekränkt,
wenn du gekränkt warst, stritten wir uns.
Ihr geht und ich lasse euch gehen,
weil ich euch nicht halten kann,
euren Flug nicht behindern,
obwohl ich manchmal wünschte jemand bliebe,
um mich zu halten.
Ich beobachte eure Flügel,
wie schön sie von unten schimmern –
ich weiß, dass ihr nicht weg seid,
aber ihr seid auch nicht da,
um meine Flügel zu bauen.
Das muss ich wohl alleine machen,
es ist der Moment gekommen,
in dem mir mein Spiegelbild ins Gesicht spuckt,
damit ich endlich ehrlich werde
und zu gehen beginne.
Ich kam dorthin bei Nacht,
sah sie,
und fühlte mich danach,
sie zu erklimmen.
Den ersten,
dann langsam zum nächsten.
Mit den Ballen auf dem Runden Metall,
in den Fußgelenken federnd.
Ich ging in winzigen Schritten,
von einem Fahrradständer zum nächsten,
die Arme in der Luft,
mein Körper fest.
Ich versuchte größere Schritte,
ich drehte um,
wartete,
sprang runter und kletterte wieder hoch.
Dein Kontaktbild sieht noch aus wie immer
Ganz oben bei den Favoriten
Darauf lächelst du noch
Und wenn ich es sehe spüre ich zarte Freude
Ein zittriges Gefühl kommt auf
Während ich auf den kleinen weißen Stern klicke
Und dich aus den Favoriten entferne
Ich war kurz davor unsere Nachrichten zu löschen
Nur um deinen Namen nicht mehr auf meinem Display lesen zu müssen
Ich will dich hassen
Jetzt wo du mich nicht mehr lieben willst
Dabei verstehe ich dich ja
Aber will es nicht
Weil es weh tut
[Ausatmer]
Ich kenne das Gefühl,
von prickelndem Verliebtsein,
wie Sprudelwasser, so intensiv,
manchmal fast ein bisschen zu viel.
Das zum Bersten mit Glück gefüllt sein,
überfüllt,
so voll mit den prickelnden Gefühlen,
dass es jeden Moment überschwappt.
All der Übermut, die Euphorie,
die plötzlich-neuerweckte Freude,
die massenhaft freigesetzte Energie!
Motivation! Lust! Zuversicht!
Ich kenne auch das mulmige Gefühl,
bei dem Wissen, dass das Glas fragil ist,
dass diese Verrücktheit nicht anhält,
dass ich keine Kontrolle über mich habe.
Mein Körper hat Sensoren,
die dafür bereit gestellt sind,
die Situation zu erfassen,
in der ich bin.
Das machen nicht meine Sinne alleine.
Es wird eingeordnet von meinem Kopf,
zum größten Teil wohl unbewusst,
und auf jede Situation reagiere ich,
mit einem bestimmten Gefühl.
So bestimmt und allein-daherkommend muss es gar nicht sein,
es muss schon zur Situation gehören,
es wird ja von ihr ausgelöst,
aber was passiert wenn
wenn alles surreal wird?
wenn ich das, was vielleicht ist, nicht wahr haben möchte,
wenn es sich nicht wahr anfühlt,
ich einfach ausblenden kann, was ich eigentlich weiß.
Du hast dich verliebt.
Nicht in einen Mann,
sondern in viele Frauen,
und Männer.
In eine Idee,
in einen Umgang,
in eine Art die Welt zu sehen,
in eine Art sie zu verändern.
Du hast dich in eine Bewegung verliebt.
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