Frühlingsernte

Es regnet in Schernbach und ich fühle mich richtig gut, richtig tief:

wortwolle 11.03.21
Ich habe den Boden bestellt,
gestreichelt,
behütet,
es wurde gepflanzt,
ich habe auf Regen gewartet.
Mal hier mal dort kam er.
Ich wusste nicht, was er wässert,
worauf er fällt.
Mal bedeckte ich aus Furcht den Boden
oder rannte ins Trockene.

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hey muffeluff

was ruffle ich so herum?

Ich weiß doch auch nicht. Zeig’ tief traurig, nirgendwo hin.

Greifen kann ich, fühlen nicht. Spüre nicht, wie nah ihr seid.

Zur ganzen Tageszeit betreib’ ich Denkarbeit, zum Zeitvertreib.

Ein Herbstwald formt bald auch deine Gedankengestalt.

Gib mir ein Wort und ich reim’ d’rauf los, beiß verboßt in mein salz’ges Toast.

I owe this night a poem

The album hasn’t even finished, yet,
and the song I always cry to is just starting.

The song is over now and I cried, hard. I am so thankful for this song, I am so thankful for this night and I would be even more thankful for it if I could stand behind it all fully, but I can’t.

That might be the reason I don’t talk about these things, that I’ll write about now, often, but we find each other in the details.

So.
I owe this night a poem and I mean it.
I am so full of feeling,
so full of feeling alive.

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KRIDER

Ich habe keinen Raum, für meine Trauer
Keinen Raum, für meine Trauer darüber, dass ich es nicht schaffe, mir Raum zu nehmen.
Darüber, dass ich einfach nur still dasitze und leise meinen Beitrag leiste, aber ihn niemensch mitbekommt.
Darüber, dass ich mich nicht traue nach Raum zu fragen, weil ich euch nicht stören will.

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Das Gefühl vieler meiner Nachhausewege.

Und grade möchte ich teilen,
des Teilens wegen,
des Schreiens wegen,
des Zeigens von wegen: hier bin ich;
beachte mich,
betrachte mich
und schenk mir Zeit.
Auch wenn ich grade leider nicht viel
mit deiner Aufmerksamkeit anfangen kann.

Warum ich soviel denke?

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