Es ist Winter

In zeitlos Winterstraßen
schlendernd
dem Geist
-sich tröpfelnd entleerend
in die Nebelnacht-
lauschen
bis sein Gequassel
verhallt

Finden
in der stillen Weite
der winterleeren Stadt
das warme Zimmer
die vertrauten Stimmen
wärmenden Töne
Vertraut
ein Zuhause
im ewigen Wandel
dem Einzigen: Allein
in das
-nach Abenteuern in der Ablenkung-
immer wieder
immer heftiger
zurück

und immer sanfter
liebevoller
wieder heraus.

Spiritueller Krebsbefund

So viel Leben.
Zu viel Leben.
Woran halten?
Fühle mich gespalten.
Diese gebalten Emotionen.


Verkleidet als Gedanken.
Zu Konstrukten hoch gewachsen.
Schwanken. Suchen an der Wahrheit zu kratzen.
Krebsähnlich streuen sie in alle geistigen Winde,
krallen sich fest in die Hirnrinde.

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Wetterstörungen

Phasen von Menschen
oder Menschen der Phasen
fantastische Störstimmen
die ich alleine kenne
hören nicht auf zu faseln

Halte Menschen
nah an deinem Herzen
aber nicht zu nah
das kann schmerzen

Angepasstheiten
und Ungereimtheiten
ich bin fertig mit diesen Seiten
aber sie lassen mich nicht gehen
lassen mich unabgeholt im wechselhaften Wetter
stehen

Das Gefühl vieler meiner Nachhausewege.

Und grade möchte ich teilen,
des Teilens wegen,
des Schreiens wegen,
des Zeigens von wegen: hier bin ich;
beachte mich,
betrachte mich
und schenk mir Zeit.
Auch wenn ich grade leider nicht viel
mit deiner Aufmerksamkeit anfangen kann.

Warum ich soviel denke?

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Augenblicke

Augen blicken

unter Schichten von Wolle

über Schichten von Stoff

verschmitzt in die Welt

die doch nicht stehen geblieben.

Augen. Augen. Sie sind geblieben,

wie sie umhüllt in Gesichtern liegen,

unser Menschliches da hält,

wo Nähe gurgelnd absoff;

Zwinkern in ihrer neuen Rolle

zu mir – zu dir – zu mir – zu dir – zu

wenn sie in

Augen blicken.

TAOMIN

I am forcing myself to write about this
because it is much, much harder for me,
but I left the table with conversations
that I could not really listen to, anyway,
because this is on my mind
and this poem is itching in my fingers.

A weeks worth of deciding, actually done in a week.
It’s done now, I guess, at least in this specific form.
I am sad.
Sad because I was so, so on board at the end, but it was too late.
It feels like I have to go through this change, I just started to slowly prepare for, anyway,
but differently and I don’t know how.

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