Lichtflecken bescheinen ein Papier
das nicht weiß
und jetzt nicht unbefleckt
vor mir liegt.
Das Licht ermöglicht mir zu sehen,
was ich schreibe.
Kategorie: Gedicht
Gelassenheit
Gelassenheit
ist nicht: Ewige Ruhe
ist: Zeuge sein im Strom der Einflüsse
Das Ruder stellen
Hin zur Ruhe
und dann:
lauschen All den Stimmen,
die in Mir
nicht Ich sind
umarmen, was schreit
vereinen, was entzweit
Frieden als Haltung
Schein
Der Kerzenschein
Scheint mich zu bescheinen
Doch der Schein trügt
Er scheint
insgeheim
nur für sich allein
nur um zu sein
Und doch
bringt mich sein Glanz
in ein Licht
Seine Existenz trügt nicht
Wir koexistieren
und Profitieren
die Kerze und ich
Sind einfach da
jede für sich
Scheinend
und bescheint
Zeiten der Angst
Es sind Zeiten der Angst.
Nicht, weil da mehr Angst ist,
sondern, weil sie einen Namen trägt
der sie unsichtbar macht.
Nicht, weil sie mehr Menschen berührt
sondern, weil sie an den Ästen sägt
die wir nicht sehen
während wir sie Halt suchend umklammern.
Vagabund wird sesshaft.
Heimgekehrt aus einer Nostalgie Reise in das Leben hinein
– in Schwächen:
Im Reich der Freunde Ehrgeiz!
Im Reich der Liebe Angst!
Mensch-beherrscht ist meine Brust,
die wild als pocht, dann schmerzt und Ruh‘-befreit nun fällt
in die ewig sanften Arme
der Leere
müde
müde
bin ich
kirbis trink ich
bis ich
münde
ins meer
Fragezeichen
Ich sitze in Ruhe
und formuliere Fragezeichen
aus meinem Kopf
in Wörter
damit sie den Raum
dazwischen
überwinden.
Zwischen Momenten
Suche nach Momenten,
jedes Mal, wenn sich unsere Wege trennten.
Suche dich zu erreichen,
doch kann ich nicht von meinen Weichen weichen.
Habe Angst vor dem Entgleisen.
Will mich dir nicht beweisen
müssen,
will dich einfach küssen.
Für Melancholika
So jung und schon Melancholika.
So jung und weißt schon nicht mehr wie du früher warst.
So jung und noch nicht politikverdrossen.
So jung und schon n‘ Depression genossen.
So jung und lang nicht mehr die Kakteen gegossen,
und die Gossen kennst du auch schon.
I HAVE TO MUCH TO SAY
I’m sad.
So sad that I can’t leave my bed.
Because it holds me down & even when I think I’m just dramatic,
I can’t help but feeling like a piece of shit.
I’m sad.
And it drags me down under the surface,
Where I used to go because it was quiet and nice.
Where I used to go because it was a good place to hide.
But now it feels like I’m drowning down here.
Like there’s nothing else but mourning and fear.
Probably because I don’t know anymore, how to get back up.
And the isolation – whilst it’s all I can do, it just really sucks.
I mean I’m not alone.
And I’ve got food, a bed, a home. Still, I have reasons to be sad.
And the realization of that is comforting, but also makes me fucking mad.