Sprache verletzt

Mit meiner Sprache verletze ich
Vielleicht gerade nicht dich
Aber ganz verschiedene Leute
Deren Stimmen gestern und heute
Nur schwer zu hören sind
weggetragen vom Wind
Der Unterdrücker*innen
Und wir sind mitten drinnen

spontanes Gedicht, weil ich immer wieder feststelle, wie diskriminierend und unreflektiert meine Sprache ist… Vielleicht auch als ein kleiner Stupser an eure und an meine Schulter mit der Aufforderung immer wieder zuzuhören und an uns zu arbeiten 🙂

Gräber

Fliehst du mir, Freundin Flammenseele,
Blick ich in tiefe, tiefste Glut.
Rollt jener Stein mir in die Kehle,
Der noch vorm Grabeseingang ruht.

Dort zieht´s mich rein in solchen Stunden.
Und Tiefenvolk bestäubt mein Herz.
Verreibt mir Dreck in Wollens-Wunden.
So spür ich, wie ich schneller sterb.