Ein Gedanke zu „Coffee flash“

  1. Der Kommentar wäre gar nicht nötig gewesen, ich fand die Aufnahme total schön. Wie schön, dass du uns ein kleines Fenster in deine Welt gezaubert hast. An einigen Punkten meinte ich dich ganz zu verstehen, die gleichen Erfahrungen zu machen – Projektion? Unwahrscheinlich ist es nicht, dass in dieser riesigen Stadt kein Mensch mit einer einzigen Erfahrung zu irgendeinem Zeitpunkt alleine ist. An ein paar Ecken habe ich mich aber auch gestoßen. Das „Ich liebe dich, ich brauche dich“ und das „ich könnte deine Tür sein“. Ich kenne solche Gedanken von mir. Ich lerne gerade aber auch, dass sie nicht gut tun. Dass jeder seine eigene Tür sein/finden muss, man dabei einander vielleicht unterstützen kann, aber nicht die Tür für jemand anderen sein sollte. Und zu Liebe? Ja, da strauchel ich noch sehr. Ich stürtze mich doch auch gerne in so enge Beziehungen, dass mir der Gedanke ohne die andere Person leben zu müssen die Brust zu schnürt. Aber Abhängigkeit und Liebe sollten nicht zusammen gehören. Ich weiß wie wertlos diese abstrakten Begriffe sind. Ich habe mich mit ihnen Jahre lang herum geschlagen und nie verstanden, was sie zu bedeuten haben. Was ich gerade erfahre ist, dass es sehr heilsam sein kann, eine Bindung zu kappen, von der man dachte, man bräuchte sie. Weil trotzallem kann ich selbstverständlich weiter atmen. Und auch gehen und lachen. Und vielleicht eines Tages lieben ohne den anderen an mich tackern zu wollen.
    Ich hoffe du läufst einen Weg, der dir gut tut.

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