Schreibsand

Welt, wann bist du so klein geworden?
Wie ich aufwache, so gehe ich schlafen
Mit einem Herzen voll Treibsand.

Der mich wegschwemmt in schwammiges
Unwissen über heute, jetzt und morgen.
Früher, dich und mich.

Du, Kerl, der du auf der Straße auf- und abmaschierst.
Kenne ich dich?
Wo sind wir uns begegnet?
Welchen Freund von mir hast du verführt?
In wessen Bett hast du geschlafen?
Mit welchem Bruder hast du Wein, mit welcher Schwester Bier gesoffen?
Wann hast du der Freundin meiner Oma über die Straße geholfen?
Wen hast du beschimpft? bespuckt? geküsst?
Wem das Herz gebrochen?

Lieb mich, heute Nacht.
Alles, was ich will, als Pfand, ist deine Geschichte.
In Flüsterstückchen oder geschmeidig fließend
Aus deinem Mund
In meinen Schoß geworfen.

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Straße

GGGRRRRRHHHH. WWWWWwwwwwMMMM.
RATTATTATTATTATT. KadumKadumKadumKadum.
WWWWwwwwwhhh. Tchiuuhh Tchiuuhh Tchiuuuhh _______

„AAaaaahhhh“ schreit mein Kopf, denn er ist
Unfraglich im Ungleichgewicht,
Entsetzlich verletzlich
Verletzt.

„Uuuuhhh“ schreit er,
Denn schon wieder ist der Ton
durch seine Nervenbahnen gewetzt.

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