eine andere stille
als die meine
klingt aus dem hörer
läd sich laut in diesen raum ein
in dem ich leise liege.
Kategorie: Essay
Eine geistreiche Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden
Von Namen und Samen
Wir haben so viele Namen zu tragen,
haben den Drang einen Samen zu begraben,
in der Hoffnung, dass er aufgeht,
dass kein Wind ihn verweht,
dass er im Moment zu sprießen beginnt
und jeglicher Bezeichnung entrinnt.
Namen können zu Narben werden,
Samen können Freiheit bergen.
Halluzinationserlaubnis
Eine Begegnung via Kamera wundert sich selbst über eine fundierte Kapitalismuskritik. Vorab ist jede Idee eine Halluzination. In dieser Hinsicht durften Elemente dieses Mal im selben Raum mit meiner Stimme die Fehler vergessen. Ein Zeitkorridor war theoretisch flatterhaft!
Nicht unbefleckt
Lichtflecken bescheinen ein Papier
das nicht weiß
und jetzt nicht unbefleckt
vor mir liegt.
Das Licht ermöglicht mir zu sehen,
was ich schreibe.
Gelassenheit
Gelassenheit
ist nicht: Ewige Ruhe
ist: Zeuge sein im Strom der Einflüsse
Das Ruder stellen
Hin zur Ruhe
und dann:
lauschen All den Stimmen,
die in Mir
nicht Ich sind
umarmen, was schreit
vereinen, was entzweit
Frieden als Haltung
hey muffeluff
was ruffle ich so herum?
Ich weiß doch auch nicht. Zeig’ tief traurig, nirgendwo hin.
Greifen kann ich, fühlen nicht. Spüre nicht, wie nah ihr seid.
Zur ganzen Tageszeit betreib’ ich Denkarbeit, zum Zeitvertreib.
Ein Herbstwald formt bald auch deine Gedankengestalt.
Gib mir ein Wort und ich reim’ d’rauf los, beiß verboßt in mein salz’ges Toast.
Schein
Der Kerzenschein
Scheint mich zu bescheinen
Doch der Schein trügt
Er scheint
insgeheim
nur für sich allein
nur um zu sein
Und doch
bringt mich sein Glanz
in ein Licht
Seine Existenz trügt nicht
Wir koexistieren
und Profitieren
die Kerze und ich
Sind einfach da
jede für sich
Scheinend
und bescheint
Mut
Mut ist ein schönes Wort. Ein wichtiges. Mut heißt du hast dich mit dir und deinem Bedürfnis auseinander gesetzt. Das ist gut wie schön. Mut bist du. In einer sehr strahlenden ehrlichen Form. Bei Mut gehts um dich und nicht um andere. Ja!, bei Mut musst du nur dir vertrauen und dich mit deiner Entscheidung lieben. Jeden Mut gillt es also nicht zu bereuen…
Zeiten der Angst
Es sind Zeiten der Angst.
Nicht, weil da mehr Angst ist,
sondern, weil sie einen Namen trägt
der sie unsichtbar macht.
Nicht, weil sie mehr Menschen berührt
sondern, weil sie an den Ästen sägt
die wir nicht sehen
während wir sie Halt suchend umklammern.
Vagabund wird sesshaft.
Heimgekehrt aus einer Nostalgie Reise in das Leben hinein
– in Schwächen:
Im Reich der Freunde Ehrgeiz!
Im Reich der Liebe Angst!
Mensch-beherrscht ist meine Brust,
die wild als pocht, dann schmerzt und Ruh‘-befreit nun fällt
in die ewig sanften Arme
der Leere