Zuhause

Es ist der Ort, wo man sich wohlfühlen soll. Wie oft ist das wirklich so? Zuhause ist etwas, zu dem man immer zurückkehren kann und Kraft tanken kann. Zuhause warten Menschen auf dich. Zuhause kommst du zur Ruhe, Zuhause wirst du aufgefangen, ein Zuhause gibt dir Halt und Sicherheit. Ein Zuhause ist essentiell für dich und uns und du brauchst eins. Hast du ein Zuhause?

Du formst dein Zuhause und machst es zu einem Ort, den du liebst, zu dem Ort, der er sein soll, der Ort zu dem du immer zurück kommen möchtest, wenn du es gerade brauchst. Ein Zuhause gibt dir Geborgenheit, du kannst entspannen und deinen Körper fliegen lassen.

Doch an manchen Orten ist es anders. Du stehst die ganze Zeit kurz vor dem ertrinken und dir bleibt kaum Luft. Es gibt nur Streit, Unachtsamkeit und Räume voller Angst, begleitet von Hass und Hilfslosigkeit. Du fühlst dich nicht wohl und es ist der Ort, den du am Meisten meidest in deinem Leben. Zuhause ist der Ort, wo die Probleme anfangen, der Kopf nur noch dröhnt und du nicht mehr klar denken kannst.

Deine Eltern streiten, du und deine Schwester weinen. Deine Mutter lässt dich nicht an sich ran, sie weist dich ab und du kommst dir noch hilfloser vor. Sie weint und du weinst und die ganze Welt weint. Außer dein Vater, er sitzt stumm in der Küche. Er ist der Grund, aus dem deine Mutter öfter weint. Und du bist der Grund, weshalb sie sich oft streiten. Du bist der Auslöser, dass deine Mutter sich einmischt und dann streiten sich deine Eltern, was noch viel schlimmer ist, als wenn du dich mit deinem Vater streitest. Er übertritt Grenzen, die er nicht sieht, er übertritt Grenzen, die aber wahrgenommen werden müssen. Meine Mutter nimmt sie war, reagiert, aber irgendwann ist sie still. Und es wird nicht besser. Das nächste Mal wenn sie etwas sagt, fährt er sie um so doller an. Und wieder und wieder und es endet nicht.

Ich bin Schuld. Ich habe versagt. Ich habe es nicht geschafft. Ich hätte es schaffen müssen. Hab es mit aller Macht probiert und doch war ich nur ein Spielball in einem großen Ganzen. Ich verteufle ihn, aber er hat auch gute Seiten. Gute Seiten, die manchmal zum Vorschein kommen, aber die schlechten Überwiegen, ich kann sie nicht vergessen. Und die Situation „zuhause“ geht weiter. Ich bin mittlerweile nicht mehr da.

Ich bin weg. An einem Ort mit Sicherheit, endlich an einem Ort, wo ich mich wohlfühlen kann und Fuß fassen kann. Ich hoffe du hast einen für dich. Form dein Zuhause und mache es zu dem Ort, den du liebst, zu dem Ort, der er sein soll, der Ort zu dem du immer zurück kommen möchtest, wenn du es gerade brauchst. Ein Zuhause gibt dir Geborgenheit, du kannst entspannen und deinen Körper fliegen lassen.

2 Gedanken zu „Zuhause“

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