Nichtich

Das Leben so belangenlos.
Vom Balkon betrachtet.

Lose Gedanken durchzogen von Rauch,
steigt auf vom glimmenden Stängel.
Wir streben nach Orientierung
Der Orientierungslosigkeit zu entkommen eben-
sowie wir streben nach Leben.
Streben aus Stahl bilden den Käfig unserer Seele.
Die Qual der Wahl.
Die Qual des Kapital.
Bist du Kunst?
Bist du verhunst?
Eilst du oder bist du Mensch der verweilt?
Du hast den Komplott nicht gerallt.
Zufrieden ist man erst beim Kompott.
Erst muss man Scheiße fressen
und das dann auch noch vergessen.

Wer bin ich?
Wer bin ich nicht?
Nicht ich zu sein berdauere ich.
Nichtich zu sein scheinen diese Gedanken.

Gedanken wie Ranken.
Sie sind bedornt.
Kratzen auf der Haut.
Ich wünscht` sie wären verdorrt.
Warte dass er taut,
der kühle Griff der Klarheit.
Will wieder Gedanken so lau,
nur noch leicht feucht vom Tau.

Gedanken so belangenlos.
Vom Balkon betrachtet.

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