Allein

Allein
sitze ich in meinem Zimmer.
Einsam.

Ich versuche zu zeichnen.
Ich will nicht.
Ich nehme einen Stift, um zu schreiben.
Ich kann nicht.

Mein Atem steckt fest.
auf halbem Weg in die Lunge
und halbem Weg Richtung Mund.
Mein Atem steckt fest,
sitzt in meiner Brust,
macht sich dort ein Nest
zurecht.

Allein
gehe ich auf und ab in meinem Zimmer.
Einsam.

Und wünschte, meine Füße berührten
keinen Teppich,
sondern Steine und Laub.
Und wünschte, ich lief
nicht im Kreis,
sondern geradeaus.
In die Ferne.

Eine Schwere
liegt über meinem
sonst fliegenden Herz.
dunkel.
Sie zieht sich fest.
Sie schmerzt,
die Angst.

Allein wache ich auf.
Allein schlafe ich ein.

Einsam.

Berühre mich selbst,
fest und zärtlich.
Umarme meinen Körper
Stelle mir vor,
die kalte Luft um mich herum
würde warm,
formte sich zu deinen Händen.

Stattdessen…

Vier Wände.
diejedenTageinStücknäherzusammenrücken.

Ich will singen.
Aber meine Stimme streikt.
Ich will schreien.
Und habe Angst,
dass mich Jemensch hört.

Und Wände
um mich,
in mir.
verschieden
farbig
verschieben
sich
verspiegeln
sich…

um mich zu fragen:

Was bist du?
Was willst du?
Was machst du hier?

Doch die Angst
will sich weigern
aus meiner Brust
zu steigen.
Hüllt mich in Schweigen.
Schmettert die Fragen
weit fort.

Und ich
sehe mich
lachen
weinen.

einsam

allein.

2 Gedanken zu „Allein“

  1. wow, ich finde mich in vielen deiner Worte. Wünschte es ginge uns nicht so. Hoffe es hat wenigstens etwas gut getan es in Kunst rauszulassen. Werde ich vielleicht auch das nächste Mal versuchen…

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