Ein schlechter Traum

[Triggerwarnung: Suizid]

Alles dreht sich schneller
Und schneller
Die Welt verwischt
Zu einem schlechten Traum
Ich muss mich setzen

Wasser, wo ist Wasser?
Der Schock verwandelt meine Kehle
In eine vergessene Pflanze
Ich will schlafen und erwachen
Von diesem schlechten Traum

Ach, wäre es bloß ein Traum
Dessen Bilder schon morgen
Wieder vergessen sind
Aber die Bilder, sie bleiben
Sie bleiben für immer

Dein Schreien durchrast meine Knochen
Ich zittere‘
Blut strömt durch meine Adern
Als wenn es kein Morgen mehr gäbe
Es war ja auch knapp

Ich gehe zu dir
Versuche dich zu erkennen
Zwischen all den Sannis*
In deine Augen will ich blicken
Aber du bist woanders

Niemand sieht uns
Wir sind allein‘
Immer wieder durchdringen deine Töne
Meinen Körper und stechen tief rein
Aber ich mache zu

Keine Gefühle durchdringen mich mehr
Nur du fängst meine Blicke
Ich bin kalt und schwer
Aber meine Emotionen nicht
Die habe ich verschlossen

Du wirst rausgebracht
Und wir stehen da
Eingefroren und kalt
Wir waren dir jetzt auch egal
Alles war dir egal

Nur eines wusstest du
Du wolltest sterben
Diesen einen Wunsch
Haben wir dir genommen
Immer wieder

Aber ich weiß
Du wirst es schaffen
Wenn du willst
Und ich glaube
Nichts willst du mehr

So sitze ich da
Beschützt von einer Mauer
Der Gefühlslosigkeit
„Frohe Weihnachten“ blitzt ‘ne SMS auf
Aber es ist mir egal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.