Glückswert.

Ich hab es mir so verdient
Ich hab es mir so verdient
Ich hab es mir so verdient

glücklich zu sein

All das was ich jetzt hab‘
All das was mich im jetzt erfüllt
Und glücklich macht
Verdiene ich

Hinter jedem Glücksfunken
Stehen so viele stunden Selbstliebearbeit
Auf die Selbstzweifelhaufen
Vertrauensschaufeln werfen
Mir selbst erlauben
Glück zu verdienen
Glücklich zu sein
Mir teure Dinge zu kaufen

Ich verdiene pures Glück
Und pure Liebe
Ich bin es wert glücklich zu sein

Und ich muss es mir immer wieder sagen
Um es mir wirklich zu glauben
Zu erlauben
Um wirklich zu spüren
Dass ich all das verdiene
Denn der Zweifel wurde mir
 jahrelang einprogrammiert
In der Schule eintrainiert
Im Tanzen eindoktriniert
Bis ich ihn dekonstruierte

Ich hab es verdient glücklich zu sein
Und verdiene jeden Funken Glück
Punkt!




Sprache verletzt

Mit meiner Sprache verletze ich
Vielleicht gerade nicht dich
Aber ganz verschiedene Leute
Deren Stimmen gestern und heute
Nur schwer zu hören sind
weggetragen vom Wind
Der Unterdrücker*innen
Und wir sind mitten drinnen

spontanes Gedicht, weil ich immer wieder feststelle, wie diskriminierend und unreflektiert meine Sprache ist… Vielleicht auch als ein kleiner Stupser an eure und an meine Schulter mit der Aufforderung immer wieder zuzuhören und an uns zu arbeiten 🙂

Gräber

Fliehst du mir, Freundin Flammenseele,
Blick ich in tiefe, tiefste Glut.
Rollt jener Stein mir in die Kehle,
Der noch vorm Grabeseingang ruht.

Dort zieht´s mich rein in solchen Stunden.
Und Tiefenvolk bestäubt mein Herz.
Verreibt mir Dreck in Wollens-Wunden.
So spür ich, wie ich schneller sterb.

Momentaufnahme von dem Moment, in dem ich vieles erahnen konnte.

29.10.21 Schreibtisch am Fenster kurz nach Mitternacht mit dieser Musik im Hintergrund, wortwolle

Greifbar wurde benanntes,
dadurch erkannte’s,
dass es mich nicht mehr einhüllen konnte.
Ich fühlte mich kurz frei – sah neue Horizonte.

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